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Mr.Fisch

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1

Samstag, 15. Juni 2013, 10:46

Planets oder STARS! Was soll ich blos spielen?

Meine aktuelle Sicht...

STARS!
(Link)

Seit einiger Zeit bin ich vom STARS-Fieber befallen und fühle mich wieder ein Stück weit in meine Jugendzeit zurück versetzt. Die Spieltiefe und die Spielbalance sind einfach großartig. Die Programmierer Jeff McBride und Jeff Johnson sind offensichtlich echte Mathefreaks mit viel Liebe zum Detail. Auch kleinste Zusammenhänge (z.B. Bevölkerungswachstum oder Kampfgeschwindigkeit) werden durch aufwendige Formeln abgebildet, sodass die Spielbalance erhalten bleibt und unterschiedliche Taktiken möglich sind. Trotz dieser inneren Komplexität des Spiels, ist kaum Micromanagement nötig. Es ist nicht erforderlich jede Runde alle Planeten einmal durchzuklicken. Fast alles kann im voraus geplant werden. Um Transportrouten von Frachtern muss man sich z.B. überhaupt nicht mehr kümmern. Anfangs konzentriert man sich auf den Aufbau eines Wirtschaftssystems, später kann man sich fast vollständig auf die Kampfstrategien konzentrieren. Dank der durchdachten Spielbalance machen die unterschiedliche Taktikmöglichkeiten und das Konfigurieren der Kriegsschiffdesigns dauerhaft Spaß. Ich liebe dieses Spiel!

Leider ist jedoch die STARS! Entwicklung aktuell quasi tot. Das Programm läuft eigentlich nur noch in einer virtuellen Maschine zufriedenstellend. Die Usability ist stehen geblieben und fällt im Vergleich zu modernen Spielen schlecht aus (...das Scrollrad der Maus wird z.B. überhaupt nicht genutzt). Neue Spieler gibt es deshalb kaum noch. Die treue Fangemeinde schmilzt zwar langsam aber stetig.

Planets
(Link)

Zu Planets habe ich noch keine abschließende Meinung. Vor 15 Jahren habe ich VGA Planets ohne Ende gespielt und etwas später auch Stars. Aus der Erinnerung heraus von damals, hat Planets u.a. durch die Rassenvorgaben eine höhere Spielintensität als Stars, ist aber durch die fehlenden Automatismen auch etwas nerviger zu spielen. Planets hat aber auf jeden Fall einen sehr großen Vorteil.... Planets lebt! Es gibt eine Onlineversion (http://planets.nu) - die Community scheint zu wachsen.

Ich habe jetzt mal auf planets.nu ein Testspiel gegen den Computer gemacht. Die Bedienung ist mir schwer gefallen (...bin offensichtlich zu sehr an das Stars Interface gewöhnt). Das Zusammenbauen der Schiffe ist im ersten Moment besonders nervig. Es kommt mir alles etwas oberflächlicher vor. Letztlich ist aber der Spielspaß entscheidend und der wiederum hängt stark an der Community. Hier hat Planets klar die Nase vorn! 15.6.2013: ...Planets 415 Games, Stars 27 Games.

Mittelfristig möchte ich mich gerne auf 1 Spiel fokussieren (..da ich eh immer nur 1 Spiel zur Zeit machen kann). Aber welches soll es sein?

@Hybscher: Du kennst jetzt beide Spiele recht gut. Wie sieht Dein Vergleich aus? Welche Vor- und Nachteile haben die Spiele aus Deiner Sicht. Wenn Du nur 1 Spiel machen dürftest (mit identischen Mitspielern), würdest Du lieber Stars oder Planets spielen?

:| Marcel

2

Samstag, 15. Juni 2013, 22:14

Wie sieht Dein Vergleich aus? Welche Vor- und Nachteile haben die Spiele aus Deiner Sicht. Wenn Du nur 1 Spiel machen dürftest (mit identischen Mitspielern), würdest Du lieber Stars oder Planets spielen?
Das läßt sich nicht pauschal beantworten. Ich versuche es deshalb mal mit einer ausführlichen Antwort.

PLANETS

sehr gut
- Die Zugfolge ist automatisch. Man muß nicht auf Mitspieler warten. Das hat mich bei den Spielen in den 1990ern immer total genervt.
- Wenn alle Spieler 'fertig' angeklickt haben, wird der Hostlauf sofort gestartet.
- Bugs können gemeldet werden und werden recht schnell verbessert.
- Die Score-Anzeige ist inzwischen sehr informativ und übersichtlich.
- Ich kann nach Lust und Laune so viele Partien gleichzeitig spielen wie ich will - bis ich davon träume.
- Ich spiele erfolgreich. ;-)

gut
- Ich habe mich nach der langen Pause sehr schnell an die neue Benutzeroberfläche gewöhnt - viel schneller als bei STARS! - und finde sie annehmbar. Verbesserungen sind natürlich immer und überall möglich, aber das Planeten-Management ist zB bereits gut automatisierbar. Im 'New Philli Sector' habe ich am Ende des Spiels für 376 Schiffe und 242 Planeten kaum mehr Zeit gebraucht als mit weitaus weniger Einheiten im Mittelspiel.
- Die Taktik ist intuitiv erlernbar, was mir schon 1990 leichtgefallen ist. Für die fast einzige Ausnahme - die Schlachten - gibt es einen eingebauten Kampfsimulator.
- Es gibt kein Tim-Continuum mehr. Das hat mir selbst zwar kaum Probleme verursacht, aber das Gejammer der trotteligen Mitspieler war anstrengend.

weniger gut
- planets.nu kostet Geld, und zwar immer wieder.
- WINPLAN kostet zwar kein Geld, aber meine Version ist längst hinfort, und ich werde mir ganz sicher keine neue kaufen. Und soo toll war der WINPLAN-Client nun auch wieder nicht.
- Soweit ich weiß, werden derzeit noch keine Szenarien angeboten. MAK - seinerzeit selbst programmiert - und Ashes of the old Empire haben mir zB sehr gut gefallen.
- Das Schiffs- und Bau-Management erfordert Aufmerksamkeit. Wenn man mehrere Züge kaum etwas macht, wirkt sich das merklich aus. Nach dem Erreichen des Schiffslimits ist aber auch das nicht mehr ganz so katastrophal.
- Man kann es sich vor allem in Kriegszeiten nicht erlauben, längere Zeit garnichts zu machen.

STARS!

sehr gut
- Stars! kostet kein Geld.
- Solange man nicht in einen Krieg verwickelt ist, kann man so ziemlich alles automatisieren und bei guter Vorbereitung auch mal mehrere Züge nur auf 'senden' klicken und sonst nichts weiter machen.
- Man kann Schiffe zu Flotten zusammenfassen. Das ist sehr zeitsparend.

gut
- Man kann die Darstellung der Sternenkarte bereits recht gut dem eigenen Geschmack und Bedarf anpassen.
- Die Benutzeroberfläche ist zwar etwas antiquiert und nicht mehr optimierbar, aber nach einer überhasteten und holprigen Startphase komme ich damit zurecht.

weniger gut
- Man bekommt weniger mit, was außerhalb der eigenen Reichweite passiert. (Keine Anzeige der Schiffsexplosionen)
- Das Schiffs-Management kann durch die Flottenbildung zwar sehr vermindert werden, aber das geht auf Kosten der Effektivität, und durch das fehlende Schiffslimit kann der Aufwand sogar extrem wachsen. Letztlich brauche ich etwa genauso viel Zeit für Stars! wie für Planets. Der Aufwand richtet sich weniger nach dem Bedarf als nach meiner Bereitschaft, dafür Zeit aufzuwenden.
Das 500er-Limit bei Planets ist allerdings auch keine gute Lösung. Wäre ich der Spieldesigner, würde ich eine begrenzte Anzahl von Warpkernen regelmäßig von Galaktischen Händlern an den Meistbietenden versteigern.
- Stars! oder die Dropbox oder beides wirken sich nachteilig auf die Stabilität meines PCs aus. Keine Ahnung, woran das liegt. Da ich die Symptome inzwischen in den Griff bekommen habe, habe ich aber auch keine Lust mehr, danach zu suchen.
- Der Host wird nicht automatisch durchgezogen. Die Warterei nervt.
- Die technischen Unterschiede sind mir bei unterschiedlicher Spielstärke zu schnell zu groß. Man kann Klasse nicht wirksam genug durch Masse ersetzen.
- Die Stargate-Technologie ist mir zu dominant für Taktik und Strategie.
- Meine sonst recht erfolgreiche taktisch-strategische Intuition versagt bei Stars!.
- Wenn man ein sehr guter Spieler werden will, muß man extrem viel Studium investieren. Dazu habe ich keine Lust mehr und verbessere mich größtenteils durch learning by doing.

DIE ENTSCHEIDUNG
- Die Aufzählung gemeinsamer Gutpunkte - zB das Gesamtkonzept - habe ich mir erspart.
- Wenn man mich zu einer vorläufigen Entscheidung zwingt, würde ich mich für Stars! entscheiden. Es ist noch neu für mich, es gibt noch einiges zu entdecken und ich finde mich allmählich hinein. Und es kostet nichts.
- Langfristig würde ich dennoch Planets wählen. Ich mache zwar derzeit eine kleine Pause und spiele nur eine Rasse mit halber Kraft, die ich bei laufendem Spiel auf dem letzten Platz nahezu 'tot' übernommen habe, aber das wird sich in absehbarer Zeit wieder ändern.
- Rein subjektiv und ohne über Gründe nachzudenken macht Planets mehr Spaß. Und darauf kommt es letztlich an.

Mr.Fisch

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3

Sonntag, 16. Juni 2013, 12:50

@Hybscher: Vielen Dank für Dein ausführliches und informatives Statement. Zu Planets habe ich ziemlich viele Fragen. Ich kann mich nur sehr langsam erinnern wie alles zusammen hängt. Gibt es ein Tutorial?

4

Sonntag, 16. Juni 2013, 14:16

Gibt es ein Tutorial?
HOW TO PLAY
http://planets.nu/documentation/intro

Darin sind mW alle klassischen Beschreibungen enthalten.
Es gibt planets.nu-typische Erweiterungen, die aber nur für bestimmte Spiele relevant sind.
Die mir bekannten normalen Spiele wurde alle ganz klassisch gespielt.
Die einzige ständig verwendete neue Erweiterung ist die recht komfortable, abstufbare Möglichkeit, Allianzen zu schließen.

5

Sonntag, 6. Oktober 2013, 09:38

nun ich spiele jetzt ein paar Wochen Planets. Fazit, da die Schiffe immer einzeln kämpfen, kann man naturgemäß keine Flotten zusammenstellen und die Stärken kombinieren oder schwächen ausgleichen.
Z. B. ich hatte eine Reihe leichter Träger im Orbit eines Planeten und ein feindlicher Todesstern pflügte sie mal kurz unter, ohne dass ich seine Schilde kaum angekratz hätte, obwohl ich Flotten mäßig viel mehr Kampfjäger gehabt hatte.
Die Regelung der maximalen Schiffsanzahl und die Regel wer dann noch Schiffe bauen kann, wenn es zu Schiff verlusten kommt ist sehr zu gunsten von kämpfenden Spielern, welche gewinnen ausgelegt. Ich habe in einen Spiel paar Schiffe verloren und warte nun seit 6 Runden darauf, dass neue gebaut werden. Da ich nicht kämpfen kann mangels Kampfschiffe bekomme ich keine Punkte zusammen.

6

Sonntag, 6. Oktober 2013, 14:19

> Fazit, da die Schiffe immer einzeln kämpfen, kann man naturgemäß keine Flotten zusammenstellen und die Stärken kombinieren oder schwächen ausgleichen

In der Tat sind Supercarrier natürlich die Bosse auf dem Schlachtfeld, aber sie sind keineswegs unbesiegbar und haben ihre Schwächen - zB brauchen sie extrem viel Sprit und sind die bevorzugten Ziele der Diebe und Räuber. ;-)
Wenn man die Kampfmechanismen einigermaßen verstanden hat, kann man auch ohne Kampfsimulator intuitiv recht gut abschätzen, wie die Chancen stehen. Welche Spezies spielst du denn und welche Schiffe haben gekämpft?


> Da ich nicht kämpfen kann mangels Kampfschiffe bekomme ich keine Punkte zusammen

Ja, das ist in der Tat eine miese Lage, in die aber ein etwas erfahrenerer Spieler nicht mehr gerät, weil er weiß, daß er rechtzeitig Kampfschiffe bauen muß, darunter mindestens eines, das so groß wie möglich ist. Es gibt allerdings auch etliche Parteien, bei denen das weniger wichtig ist oder sogar kaum eine Rolle spielt,
- Lizards können Planeten mit und ohne Sternenbasen leicht mit Bodentruppen erobern und dabei manchmal fette Beute machen. Ich habe mal als Notwehraktion einen getarnten Kreuzer alle Truppen absetzen lassen und auf Selbstmordangriff gestellt. Resultat (was bei heutigen Settings nur noch extrem unwahrscheinlich wäre): Die halbe Feindflotte vor Ort hat sich der jetzt mir gehörenden Basis ergeben und die beiden halben Flotten haben sich anschließend gegenseitig vernichtet. Mein Gegner war danach so geschockt, daß er aufgegeben hat. ;-)
- Bird Men können sich anschleichen und Frachter killen, um Punkte zu sammeln.
- Auch die Fascists (Klingonen) können sich anschleichen, sind im Bodenangriff nicht schlecht und können im Gegensatz zu den Lizards sogar mit Frachtern einen Planeten erobern - wenn da keine Feindschiffe stehen. Wenn doch, braucht man ein Tarnschiff im Orbit. Es gibt da ein paar fiese Tricks, die das Opfer echt zur Verzweiflung treiben können.
- Privateers bauen die dicken Kampfschiffe nicht, die klauen sie.
- Crystals können mit ihren Web-Minen auch große Schiffe lange aufhalten und ggf. erobern.
- Das Empire hat den Sternzerstörer, der zwar kein superguter Kämpfer ist, aber jeden Planeten erobern kann und eine Basis nicht zerstört, sondern einkassiert.

Wenn man allerdings überhaupt keine Kampfschiffe mehr hat, sieht es extrem übel aus. Da hilft nur eines: So viele Sternenbasen bauen wie's nur geht, ganz egal was es kostet. Und: Sofort Frieden mit dem Angreifer schließen und ihm Tribut anbieten.

Das Schiffslimit ist besonders für Anfänger ein fieses Handicap, aber wenn man gelernt hat, damit umzugehen, kann man es sogar sehr wirksam als strategische Waffe einsetzen, indem man zB gezielt die feindlichen Basen zerstört, die mit Bauen an der Reihe wären.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Hybscher« (6. Oktober 2013, 14:29)


7

Sonntag, 6. Oktober 2013, 22:43

spiele zur Zeit verlorene oder Rebellen.

Piraten nerven echt, Kristalle auch, da hat einer ein Netz erichtet mit 16000 Minen, wie der das so schnell hinbekommen hat?

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